Arbeitgeber

 

Häufig stellen Schuldner die Frage, ob ihr Arbeitgeber von dem  Insolvenzverfahren Kenntnis erlangen wird und ob das Insolvenzverfahren einen Kündigungsgrund darstellen würde.

 

In der Regel informieren Treuhänder die Arbeitgeber zumindest dann über die Eröffnung des  Insolvenzverfahrens, wenn pfändbares Einkommen vorhanden ist. In diesen Fällen wird meistens die Abtretung des pfändbaren Einkommens angezeigt.

 

Auch wenn sich der Treuhänder nicht an den Arbeitgeber wendet, kann dieser Kenntnis über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Internet erlangen. Unter www.insolvenzbekanntmachungen.de  wird die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens veröffentlicht.

 

Schon aus diesem Grunde empfiehlt es sich, den Arbeitgeber selbst rechtzeitig zu informieren.

 

Die Verbraucherinsolvenz stellt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, grundsätzlich keinen Kündigungsgrund dar. Im Gegenteil, empfehlen viele Arbeitgeber, gerade wenn z.B. Lohnpfändungen vorliegen, die Privatinsolvenz zu beantragen. Während der Insolvenz ist gerade jede Pfändung ausgeschlossen und der Arbeitgeber hat somit weniger Aufwand bei der Erstellung der Abrechnungen.  

 

Auch in sicherheitsrelevanten Bereichen wie Polizei, Bundeswehr oder ähnlichen Unternehmen, stellt die Privatinsolvenz ein geringeres Problem als z.B. Lohnpfändungen dar. Oftmals werden Sicherheitsstufen bei Pfändungen entzogen und nach Einleitung der Insolvenz wieder erteilt.